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Spoerri, Cristina (1929-2013†)

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Cristina (1929-2013†) Spoerri



Biografische Angaben
1929   geboren in Tenero/TI. Aufgewachsen in Ascona. 
1949   Studium an der Kunstgewerbeschule in Zürich. 

Stipendien, Preise, Auszeichnungen, Wettbewerbserfolge
1966   Auszeichnung «Europa-Preis für Malerei», Oostende. 
1985   Kunstpreis der «Basler Zeitung». 
1994   Kunstpreis für Bildende Kunst des Kantons Baselland. 
2002   Kunstpreis Kleinbasel. 
2004   Kulturpreisträgerin, Gemeinde Reinach BL. 

Ausstellungen (Auswahl)
1953   Erste Ausstellung mit der Künstlergruppe «Reveil» im Kunsthaus Zürich. 
1989   Kunsthalle Basel. 
1994   Wessenberghaus, Kunstverein Konstanz. 
2000   Galerie «Die Halle» für zeitgenössische Kunst, Langnau. 
2000   Ausstellungsraum Klingental Basel. 
2002   Kairos Gallery, München. 
Seit 1991 Regelmässige Ausstellungen bei den Galerien Ursula Wiedenkeller, Zürich / Costa, Pontresina / Graf & Schelble, Basel. 

Publikationen
   Autoren: Jean-Christophe Ammann, Dorothea Christ, Martin Kraft, Peter Killer, Anne Krauter-Kellein, Annemarie Monteil, Tadeus Pfeifer. 

Freier Text
2013   Nachruf: Cristina Spoerri-Sprenger, Künstlerin
Geboren wurde Cristina Spoerri im Tessin, in der Nähe von Locarno, wo sich ihr Vater Emil Sprenger bereits 1919 als freischaffender Maler niedergelassen hatte. Ein dem schöpferischen, künstlerischen Schaffen aufgeschlossenes Milieu prägte ihre Jugendjahre. Schon sehr früh wusste Cristina, dass sie Malerin werden wollte. Mit 16 Jahren trat sie die Scuola d’Arte Ticinese in Locarno ein, wo sie von Prof. Henselmann in Malen und Zeichnen unterrichtet wurde. Darauf folgte ein Studienaufenthalt an der Kunstgewerbeschule Zürich in der Klasse für angewandte und freie Kunst von Otto Morach und dem Kurs für Farbenlehre von Johannes Itten. 1952 bezog Cristina Spoerri ihr eigenes Atelier als freischaffende Künstlerin in Zürich und sie begann mit der Künstlergruppe «Réveil» im Kunsthaus Zürich auszustellen. Nach ihrer Heirat mit dem Architekten Bernhard Spoerri 1957, siedelte sie nach Basel über und 1960 nach Reinach BL. Sie bezog ein Atelier in der Ateliergenossenschaft Basel in der Kaserne. Stimuliert von diesem kreativen Ambiente erprobte Cristina Spoerri dort täglich neue Ausdrucksformen. Es folgten Ausstellungen in verschiedenen Schweizer Kunsthäusern. 1964 wurde die Künstlerin anlässlich eines Stipendienwettbewerbs mit dem Preis der Eidgenossenschaft geehrt. 1969 erhielt die Malerin das Eidgenössische Kunststipendium. Drei Mal wurde ihr die Bronze-Medaille anlässlich des «prix europe de peinture», Oostende, Belgien vergeben. Cristina Spoerri wurde Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen (GSBK), war während drei Jahren als deren Zentralsekretärin tätig und trat 1976 als Aktivmitglied der GSMBA (heute visarte) Sektion Basel bei. Ab den 1970er-Jahren erfolgten Werke am Bau, ein Wandbild in der Alterssiedlung Riehen, ein Betonrelief am Studiogebäude Radio Basel, ein Wandbild in der neuen Friedhofanlage Fiechten in Reinach BL. 1985 erhielt Cristina Spoerri den «Kunstpreis der Basler Zeitung», dem 1989 eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel unter Leitung von Jean-Christophe Ammann folgte. Ab 1991 wurden ihre Werke regelmässig in Einzelausstellungen in den Galerien Ursula Wiedenkeller, Zürich und Graf & Schelble, Basel, gezeigt. Nach einer Einzelausstellung 1994 im Kunstverein Konstanz, wurde Cristina Spoerri der basellandschaftliche Kunstpreis für Bildende Kunst zugesprochen (1994). 2004 wurde die Künstlerin für ihr Gesamtwerk mit dem Reinacher Preis für kulturelles Schaffen ausgezeichnet.

Am 1. Oktober 2013 ist Cristina Spoerri an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Sie hinterlässt uns ein umfangreiches Werk. Was jedoch allen, die Cristina kannten, in Erinnerung bleiben wird, ist ihre Gastfreundschaft und ihr stets fröhliches Lachen.
Mariuccia G.R. Sprenger
 


   
  1984-85, o.T. Acryl, Kohle, Lasur auf Bw, 240 x 190 cm, Nr. 215, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1984-85, o.T. Acryl, Kohle, Lasur auf Bw, 190 x 240 cm, Nr. 216, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1984-85, o.T. Acryl auf Bw, 190 x 130 cm, Nr. 442, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1984-86, o.T.Acryl, Kohle, Lasur auf Bw, 240 x 190 cm, Nr. 218, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1994-96, Raumvision, Acryl, Kohle, auf Bw, 240 x 190 cm, Nr. 189, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1996, Visionen, Acryl, Kohle, auf Bw, 240 x 170 cm, Nr. 197, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1996-97, Durchblick, Acryl, Kohle, auf Bw, 240 x 190 cm, Nr. 199, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  1999, Zeichenbild, Acryl, Kohle, auf Bw, 150 x 135 cm, Nr. 335, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  2005, Schwarze Serie, Acryl auf Bw, 100 x 75cm cm, Nr. 430, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  2005, Schwarze Serie, Acryl auf Bw, 100 x 75 cm, Nr. 431, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL  
     
   
  2005, Schwarze Serie, Acryl auf Bw, 100 x 75 cm, Nr. 434, © 2014, Cristina Spoerri-Stiftung, Reinach BL