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Bräm, Paul (1927-2010†)

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Paul (1927-2010†) Bräm



Biografische Angaben
19272010 5. Juli 1927 – 10. Juni 2010

 
   Als zweites von vier Kindern kam Paul Bräm am 5. Juli in Rheinfelden, am Ufer des von ihm so geliebten Rheins, auf die Welt.

Er wuchs in einer liebevollen Familie auf, die mit grossem Gottvertrauen den von der Wirtschaftskrise geprägten Alltag meistern musste.

Die Armut seiner Kindheit prägte ihn für sein ganzes weiteres Leben und legte den Grundstein für sein Gespür für Ungerechtigkeiten und Ausgrenzung sowie das Wissen darum, dass ein Mensch für seine Entfaltung nicht nur Nahrung, sondern auch ein Umfeld benötigt, welches ihm ermöglicht, seine Fähigkeiten zu entfalten und ausschöpfen zu können.

Nach dem Abschluss seiner KV-Lehre nahm er seine erste Stelle bei Alfred Stürchler an. Hier kommt er zum erstenmal mit der Kunst in Kontakt und ist von nun an täglich von ihr umgeben. Sie wird für ihn zur Passion, zu seinem Lebenselixier.

Um seinen grossen Wissensdurst zu stillen, bereitete er sich im Abendstudium auf die Matura vor und immatrikulierte sich 1951 an der UNI Basel in Nationalökonomie.

1953 heiratete er seine Annemarie in der Clarakirche in Basel, und das junge Paar teilte sich unkonventionell die Aufgaben. Sie ging weiterhin ihrer ausserhäuslichen Arbeit in der Firma La Roche nach, und er studierte und arbeitete nebenbei. Der Ehe entsprangen in kurzer Zeit vier Töchter, denen er unaufdringlich aber unermüdlich die Wichtigkeit der unterschiedlichsten Kunstrichtungen nahe brachte. Die Familie – und damit ist die Familie im weitesten Sinne gemeint – lag ihm, als im Sternzeichen Krebs geborenen, ganz besonders am Herzen und so ist es nicht verwunderlich, dass seine fünf Enkelkinder sein ganzer Stolz waren.

Seine grosse Faszination und Bewunderung nicht nur für die Kunst sondern auch für die Künstler, die ihre Vorstellungen, Emotionen, Gefühle, Weltanschauungen, Ideen über die Kunst darstellen und vermitteln können, liessen ihn nie mehr los.

Sei es, als langjähriger Kassier der damaligen GSMBA, der heutigen visarte sowie des Jugendsymphonie Orchester der Region oder als Sammler sich mit Kunst umgeben zu können.

Als Gründer der Stiftung visarte Künstlerhaus, die es ermöglichte, die Liegenschaft an der Mörsbergerstrasse zu erwerben, damit wurde seine langjährige Vision Wirklichkeit, nämlich den Künstlern ein Künstlerhaus zur Verfügung stellen zu können, mit Ateliers und Ausstellungsmöglichkeiten.

Bis zuletzt amtete er als Stiftungsratsmitglied der Müller-Meylan-Stiftung.

Das Präsidium der Stiftung visarte gab er, in weiser Voraussicht, nur wenige Monate vor seinem Tode an Sigi Schwob ab. Im Stiftungsrat der Müller-Meylan-Stiftung wollte er in demselben Herbst seinen Austritt geben.

Sein grosser Einsatz für die Kunst und die Künstler endete erst mit seinem Tod.
 


   
  Paul Bräm